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Selbstgenäht // Herbsttrend // Das Samtkleid

11. September 2017

Samt war mir bislang nur in zwei Varianten bekannt:

a) Als sehr preisgünstiger Karnevalsstoff

und b) Als wertvolles Seidengewand für Könige der Renaissance

Deshalb schrillten bei mir alle Alarmglocken, als ich hörte, dass Samt diesen Herbst eines der absoluten Must-Haves sein soll. Doch zwischen diesen beiden Extremen sollte es noch die goldene Mitte geben.
Nun gut, dachte ich mir, geben wir dem Ganzen doch mal eine Chance. Denn weit ab von sämtlichen Karnevalsläden im Rheinland, gibt es inzwischen auch schöne und bezahlbare Samtstoffe z. B. aus Baumwolle und snythetischen Fasern.

Was ist Samt?

Samt ist ein Gewebe mit einem sogenannten Faserflor. Hat dieser Flor eine Länge von max 3mm? Wunderbar dieses Gewebe darf sich Samt nennen. Ein Gewebe mit einem Flor von über 3mm, nennt man Plüsch (auch schon mal gehört?)
In der Regel hat jedes Gewebe eine Strichrichtung. Wenn man also über die rechte Stoffseite, mit der Hand, nach links und rechts streicht, kann man die Strichrichtung bestimmen. In diese Richtung werden dann die einzelnen Schnittteile gelegt und zugeschnitten.
Samt wird immer gegen den Strich zugeschnitten. Das Licht wird anders reflektiert und die Farben erscheinen dadurch intensiver. Außerdem “klettert” der Stoff einer Jacke, die man über einem samtigen Kleidungstück trägt, nicht nach oben.

Mein Samtkleid ist aus synthetischen Fasern und mit einem geringen Elastan Anteil. Der Vorteil hierbei ist natürlich, dass ich keinen Reißverschluss einnähen musste, um in das Kleid rein und wieder raus zu kommen. Finde ich persönlich ja immer super. Den Stoff habe ich von einer lieben Arbeitskollegin bekommen. Sie selbst hat sich ebenfalls ein Kleid aus diesem wunderschönen Stoff genäht. Ich war sofort hin und weg. Und als sie mir sagte, dass sie noch ziemlich viel übrig habe und mir etwas abgeben würde, war ich super glücklich. Vielen Dank nochmal dafür, liebe Laura.

Mein persönliches Highlight des Kleides, ist der tiefe Rückenausschnitt. Von vorne ein schlichtes Etuikleid mit Ärmeln und leichtem Uboot-Ausschnitt, von hinten ein echter Hingucker mit sehr tiefem Rücken. Am vorderen und hinteren Ausschnitt sind kleine Biesen gesteppt.
Wer kann trägt solche Ausschnitte gern ohne einen BH, ansonsten findet ihr in jedem gut sortierten Dessousgeschäft BH-Verlängerungen für tiefe Rückenauschnitte.

Erzählt mal: Wie steht ihr zu Samt?

  1. Oh, endlich habe ich mich mal wieder zu deinem tollen Blog durchgeklickt. Und was soll ich sagen…?! Einfach nur traumhaft dieses tolle Samtkleid und du siehst auch einfach wunderhübsch darin aus. Magst du verraten woher du den Schnitt für das Kleid hast? Oder wo ich diesen gekommen könnte. Dann wäre ich dir sehr dankbar und würde mir ein Kleid dieser Art von meiner lieben Mutti zu Weihnachten wünschen. Die ist nämlich genau wie du, ein richtiger Nähprofi 😉 🙂 Hab einen feinen Abend

  2. Hallo meine Liebe,
    oh wow – das Kleid ist dir echt super gelungen! Ja, Samt ist in diesem Herbst ein richtiges Thema. Ich besitze leider noch nichts aus Samt.
    Ich mag den Schnitt des Kleide super gern, du hast absolut recht, der Rückenausschnitt ist klasse 🙂
    Liebe Grüße
    Julia
    http://www.aboutjulia.de

  3. Das ist wirklich ein super schönes Kleid – und du hast es genäht – wow!!!
    Ich persönlich bin dem Samt gar nicht so abgeneigt. Mal sehen, was da so geht…;)
    Viele liebe Grüße
    Julia

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